Projekte: Willenlos & Brain AFK

Willenlos: Logo

Mit dem „Willenlos-Magazin“ habe ich mir damals einen Raum geschaffen, in dem ich einfach ausprobieren konnte. Es war nie als Konkurrenz zu großen, etablierten Satireseiten gedacht – dafür fehlte allein schon der Anspruch, regelmäßig auf einem bestimmten Niveau „abzuliefern“. Vielmehr war es ein Experiment: Wie weit kann ich Texte zuspitzen? Was passiert, wenn ich Nachrichten bewusst verdrehe oder ins Absurde ziehe?

Ich habe dort Formate getestet, mit Tonalität gespielt und mich bewusst nicht festgelegt. Manche Texte waren sehr direkt, andere eher subtil – und nicht alles hat funktioniert. Aber genau das war der Punkt: Es ging nicht um Perfektion, sondern ums Machen.

Heute existiert das Projekt praktisch nicht mehr. Es gibt keine Screenshots der Seite, keine archivierten Artikel – nur noch eine kurze Erwähnung auf Twitter und das Logo als kleines Überbleibsel. Rückblickend ist das fast passend: Das „Willenlos-Magazin“ war nie für die Ewigkeit gedacht, sondern für den Moment.

Und genau dieser Moment hat Spaß gemacht. Irgendwann habe ich gemerkt, dass ich mich in andere Richtungen entwickeln will – und dann habe ich das Projekt einfach beendet, ohne großes Finale. Es war ein Versuch, ein Spielplatz für Ideen. Und als solcher hat es seinen Zweck vollkommen erfüllt.

Willenlos: Twitter-Artikel

 

Mit „BrainAFK“ habe ich mir über viele Monate hinweg ein Projekt aufgebaut, das mich deutlich intensiver begleitet hat als vieles zuvor. Es war eine Onlinezeitung rund um Videospiele – aber für mich persönlich viel mehr als nur das.

Ich habe zahlreiche Artikel geschrieben, Themen aufgegriffen, Meinungen formuliert und mich immer wieder neu in Inhalte vertieft, die mich ohnehin begeistert haben. Als jemand, der selbst seit Jahren spielt, war das Ganze nie rein journalistisch gedacht, sondern immer auch aus der Perspektive eines Gamers heraus.

Besonders spannend wurde es durch die Einblicke hinter die Kulissen: Ich hatte die Möglichkeit, mit verschiedenen – teils renommierten – Publishern und Entwicklern in Kontakt zu kommen. Dabei wurde ich mit Informationen, Bildern und Materialien versorgt, die man als Außenstehender normalerweise nicht zu Gesicht bekommt. Diese Einblicke haben dem Projekt eine ganz eigene Tiefe gegeben und mir neue Perspektiven auf die Entstehung von Spielen eröffnet.

Trotzdem war „BrainAFK“ im Kern immer ein Herzens- und Hobbyprojekt. Es ging nicht darum, eine große Plattform aufzubauen oder Reichweiten zu maximieren, sondern darum, meine Begeisterung für Spiele in Worte zu fassen und mich kreativ damit auseinanderzusetzen.

Irgendwann kam der Punkt, an dem ich gemerkt habe, dass sich mein Fokus wieder verschiebt. Und wie schon bei anderen Projekten habe ich es dann bewusst abgeschlossen. Was bleibt, ist die Erinnerung an eine intensive, spannende Zeit – und an viele Texte, in denen ein Stück meiner eigenen Leidenschaft steckt.

Brain AFK
Armin Knebel

"Die besten Ideen kommen selten zur passenden Zeit."

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